Herr Z. war mal ein mächtiger Mann. Er gebot über viele kleine Männlein und Weiblein, einen großen gelben Fuhrpark und ein jeder von ihnen hatte sein Tagwerk in gelbem Zwirn unter schwarzem Horn zu verrichten.
Doch Herr Z. war nicht König sondern nur der Statthalter, denn der eigentliche Herrscher über des Z´tens gelbem Reiche war der Staat!
Aber irgendwie mochte der Z. seinen Herrscher nicht, und so entschied er sich ein wenig von dem Geld, dass als Steuer dem Staat gehört, für sich zu behalten. Seine Leistung will ja auch belohnt sein ! Jahr für Jahr wurden dies immer mehr Taler. Die wollen versteckt sein, dachte sich der Z.! Aber wie die Welt so spielt: versteckt ist auch bald entdeckt und so musste der Z. vor Gericht.
Aber halt! Nein, so geht das nicht. Der Z. doch hat so viel Gutes getan! Aus dem maroden matten Gelb ein strahlend leuchtend Ton er gezaubert. Das muss man ihm zu Gute halten! Oh ja, genau! Und so viel Leid er musst` erdulden, er der eine Straftat begangen ! Und es waren doch auch nur knapp unter einer Million Euro!!!
Da reicht es denn eigentlich auch, wenn man mal den Zeigefinger hebt!
Und so bekam der Z. nur ein Strafe auf Bewährung…
Übrigens, falls Sie sich je gefragt haben, warum Justitia ein Tuch vor den Augen hat:
sie hat die Hände nicht frei beim Weinen !!!!!!!!!!!!!!!!!!
Nana, nun mal nicht so lästern über den armen Herrn Z.
Der Mann beklagt sich über seinen Prozeß. Es wurde aus seiner Sicht dabei gegen mehrere Gesetze verstoßen - wie gut, dass er soetwas natürlich nicht tut. Sein Vertrauen in den Rechtsstaat habe gelitten - sein Verhalten hat zum Glück ja bei Keinem zu einer Vertrauenskrise geführt. Er hat sich beschwert, daß seine Hausdurchsuchung bekannt geworden sei - jaja, im Dunkeln ist gut munkeln. Es habe in seinem Fall “eine mediale Hinrichtung” gegeben - dafür lebt er aber doch ganz gut.
Er habe Fehler gemacht und die Behörden auch - das ist doch endlich einmal eine klare Einsicht für eigenes Fewhlverhalten. Er ist aber auch erleichtert über den Abschluß des Verfahrens - wäre ich bei dem Ausgang auch. Er hat jetzt “reinen Tisch gemacht” , habe bitter gebüßt (meint er), den Schaden wiedergutgemacht und die Strafe bezahlt; jetzt könne als Unternehmer oder Investor in Ruhe arbeiten - ja, wo steht denn unser Ex-Posthorn ?
Vom Wagen gefallen, fast nichts gemerkt, vom über zweistelligen Millionen-Privatvermögen ein bischen “als Strafe” abgezweigt und nun weitermachen wie bisher … wie kann man denn darüber lästern ???
Wie gut, dass die meisten Bürger keine Million(en) an Steuern hinterziehen können, weil sie das Geld nicht haben. Aber dafür gibt es dann bei wesentlich geringeren Anlässen wenigstens Haftstrafen ohne Bewährung.
Dazu kann ich nur sagen: Scheiß Bananenrepublik (und wie gut, dass man sich hier im B…blog auch ‘mal auskotzen kann) !!