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Mower

Berlin und in den Köpfen Happy Wiedervereinigung!!! Na, auch schon genervt vom Einheitsgesülze? Oder will hier jemand ernsthaft feiern? Was mich ganz besonders anstrengt, ist immer dieser geilhaft verklärende Blick auf die Vergangenheit. Ist ja gut und schön, was damals passiert ist. Aber wie wäre es mal mit `nem Blick nach vorn? Vor lauter Erinnern bleibt jedoch nur noch wenig Zeit übrig. Ich bin auf Eure Meinungen gespannt…

2 Comments

  1. Bernd sagt:

    Ausführlicher Kommentar kommt noch.

    Der Blick nach vorn ist sicher das Entscheidende, geht aber bisweilen ohne Rückblick nicht.
    Ist schon toll, wie Hillary, Sarkozy, Brown, Medwedjew und die damalige Schläferin (Spiegel) Merkel sich als damals völlig Unbeteiligte jetzt feiern (lassen).

    Diese ewige Feierei ist ein Graus und hat offenbar nur das Ziel, von der Gegenwart und unbewältigten Problemen der Vergangenheit abzulenken …

    Bis demnächst

  2. Bernd sagt:

    Das Thema scheint ja definitiv keinen zu interessieren; daher werde ich mich auch nicht mehr zu einem Intensivkommentar aufraffen.

    Dieses ewige “Gedenken” nervt mich schon, zumal sich zunehmend Typen brüsten, die 1989 völlig unbeteiligt wahren und Gründer/Initiatoren von Neuem Forum/Demokratie Jetzt/SDP u.ä. aussen vor bleiben. Immerhin ist zB. Bohley mit einigen wenigen Anderen dieses Jahr zu Wort gekommen.
    Auf der anderen Seite halte ich es schon für erforderlich, dass Scheiss-System der Bespitzelung, der Bevormundung, des Mangels usw. im Gedächtnis zu behalten. Die DDR/Stasi-Konformisten basteln doch ziemlich ungestört am heilen DDR-Bild. Das erinnert mich fatal an die Nazis nach dem 2. Weltkrieg, dies dann ja auf einmal nicht mehr gab … Ohne diesen Bezug zur DDR kann man m.E. nicht realistisch in die Zukunft sehen. Ich bin vor 11/89 regelmäßig in der damaligen DDR gewesen (wenn auch nur bis Grevesmühlen, Wismar und Schwerin) und kann die Situation dort, glaube ich, ziemlich gut beurteilen

    Wenn man das mit heute vergleicht, hat sich Unglaubliches (Positives) getan. Es will ja auch kaum jemand die Mauer und die alten Verhältnisse zurück (das kommt doch eher hier bei uns aus dem Westen). Aber sie alle fühlen sich zu Recht vom Dicken mit dessen Hinweis auf die Portokasse und ähnlichem verarscht. Auf ein Leben, in dem nicht jeder eigene Schritt reguliert ist, war keiner vorbereitet. Das dauert eben, bis man akzeptiert, dass man 1990 bei den Wahlen nur das schnelle Geld gewählt hat ohne auf eine Änderung der eigenen Lebensverhältnisse vorbereitet zu sein.

    Die Grundlagen für eine vernünftige Zukunft sind m.E. geschaffen. Da würde es auch helfen, wenn diejenigen, die bei uns über die DDR oder die neuen Bundesländer urteilen, ohne je dort gewesen zu sein, sich erst einmal vor Ort ein Bild machen würden.

    Aber ansonsten ist das schon ähnlich wie bei Enke: ein Event muss her, Action auf allen Kanälen und bloss kein inhaltlicher Tiefgang. Diesen Schrott kann man sich definitiv sparen und das Geld sinnvoller verwenden.

    Nun sind es doch einige Sätze mehr geworden, weil ich einfach mal drauf los geschrieben habe. Aber wie gesagt: interessiert ja eh keinen …

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